Unsere Vision

Stand 2003

grüner Hang

Vision

Mit diesem Projekt wollen wir ein schönes, organisch gewachsenes und landschaftsgerechtes Dorf kreieren.

Es soll sich eine heterogene Gemeinschaft bilden die das gemeinsame Wohnen und Arbeiten von Jung und Alt ermöglicht.

Schwerpunkt des Miteinanders sind Achtsamkeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz.

Wir streben maximale Selbstversorgung in allen Lebensbereichen an und wollen damit einen Teil zu einer nachhaltigen Entwicklung in unserer Region beitragen.

Geplant sind ökologischer Landbau, Handwerk, Läden, ein Erholungsgelände, Nutzung regenerativer Energien, soziale Projekte, etc.

In einem Seminarhaus werden Vorträge und Workshops zu den Themen Umweltschutz, Baubiologie, Gesundheit und persönlicher Weiterentwicklung angeboten.


Der Ort

Straße

Der Ort

Das Dorf soll vorzugsweise im S-Bahn-Bereich von München entstehen. Idealerweise sollten bereits Gebäude vorhanden sein. Zusätzlich sollte die Möglichkeit für eine ökologische Bebauung auf dem Gelände gegeben sein.

Angrenzend wünschen wir uns Wald und landwirtschaftliche Flächen um maximale Eigenversorgung zu erreichen. Die Basis unserer

Idee bilden folgende drei Orientierungspunkte:
1. Neue soziale Formen des Zusammenlebens
2. Umweltschutz
3. Gesundheit


Öffentlichkeitsarbeit

Hoffest

Öffentlichkeitsarbeit

Das vorliegende Konzept beinhaltet gesundheitliche, soziale und ökologische Aspekte. Dies bringt nicht nur den Bewohnern des Ökodorfes sondern auch der umliegenden Nachbarschaft viele Vorteile.

Das Dorf wird reges Interesse bei Öffentlichkeit und Medien wecken. Dadurch ergibt sich für die Gemeinde, die das Ökodorf beherbergt, ein starker Imagegewinn und Werbeeffekt. Der Bekanntheitsgrad der Gemeinde wird erhöht. Dies wirkt sich positiv auf den Fremdenverkehr aus.

Neben dem Umsatz den die Besucher erbringen, liefern auch die im Ökodorf integrierten gewerblichen Betriebe einen Beitrag zur Gewerbesteuer.

Das soziale Leben im Ökodorf wird nicht an seinen Grundstücksgrenzen Halt machen, sondern eine Bereicherung des Gemeindelebens durch kulturelle und andere Angebote bewirken. Das Wohnfühldorf wird sowohl das Leben seiner Bewohner wie auch das Leben vieler anderer Menschen bereichern.


Die Gruppe

Angestrebt wird eine Gemeinschaft von ca. 100 Bürgern – weder Aussteiger noch Revolutionäre sondern Menschen auf der Suche nach einer gesunden und friedfertigen Lebensweise. Die Mitglieder der Gemeinschaft sind in den unterschiedlichsten Berufsfeldern von der Heilpraktikerin über den Ingenieur bis zum Architekten tätig.


Gemeinschaft

Dorfplat

Gemeinschaft

Die bewusste Gestaltung des Zusammenlebens bildet die Voraussetzung für dauerhafte Gemeinschaftsfähigkeit. Das Gruppenleben basiert auf gemeinsamen Aktivitäten.

Als Treffpunkte hierfür werden neben dem verkehrsfreien Dorfplatz verschiedene Gemeinschaftsräume angeboten. Dort können die Bewohner gemeinsam essen, spielen, musizieren, lesen und handwerken. Dadurch wird die Lebensfreude und der soziale Zusammenhalt der Gruppe gefördert.

Die Vernetzung innerhalb der Gruppe wird auch durch gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Projekte gestärkt. Verschiedene Religionen und spirituelle Ausrichtungen sind in der Gruppe willkommen und können sich gegenseitig inspirieren.

Jeder Einzelne kann sich auf seine Art entfalten.


Kommunikation

Für einen dauerhaften Zusammenhalt der Gruppe ist es unerlässlich, die interne Kommunikation zu unterstützen. In regelmäßigen Treffen werden sachliche und persönliche Themen behandelt. Auftretende Konflikte werden durch Mediation und anderen Methoden gelöst. Wichtige Entscheidungen werden von der Gruppe gemeinsam getroffen. Durch die Gestaltung der Wohneinheiten mit einsichtsgeschützten Außenbereichen ist neben dem Gemeinschaftsleben Intimität und Individualität für den Einzelnen gegeben. Ebenso wichtig ist uns der Kontakt zu den umliegenden Gemeinden. Dieser wird unter anderem hergestellt durch die Teilnahme am Gemeinde- und Kulturleben, durch Berufe im Außenbereich, durch Besucher, durch Kontakt der Kinder in Schule und Freizeit und durch das Angebot öffentlicher Veranstaltungen des Ökodorfs. Vollwert-Restaurant und Bioladen sind weitere Möglichkeiten der Begegnung.


Kinder

Kinder

Kinder

Kinder sind die Erwachsenen von morgen. Das Dorf bietet Ihnen Sicherheit und Freiraum für ihre persönliche Entfaltung.

Durch das gemeinschaftliche Leben im Dorf werden die sozialen Fähigkeiten der Kinder gefördert.

Als Treffpunkt für die Kinder dient ein gemeinsames Spielhaus. Die dorfinterne Kinderbetreuung erlaubt Müttern und Allein-erziehenden ihrem Beruf und anderen Aktivitäten nachzugehen.

Dies ist auch eine Möglichkeit zur Einbindung der älteren Generation. Hierdurch können diese ihre Erfahrungen an die Jugendlichen weitergeben.


Ökologische Lebensmittel

Lebensmittel

Lebensmittel

Die Landwirtschaft wird auch in der international anerkannten Form der Permakultur betrieben. Dies ermöglicht eine ökologische Landwirtschaft mit Hilfe natürlicher Symbiosen von Pflanzen und Tieren, sowie ohne Einsatz von Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln.

Diese Art der Landwirtschaft schont außerdem den Grundwasserhaushalt und vermeidet eine Überdüngung des Bodens. Der Ertrag soll einen Großteil des Bedarfs an Nahrungsmitteln, Energie und Baustoffen liefern.

Das Permakulturland wird als Ernteland für alle Besucher frei zugänglich sein und die Ernte zum Naturerlebnis werden lassen. Die Lebensmittel werden im dorfeigenen Bioladen und im Restaurant angeboten.


Baustoffe aus der Natur

Wald

Baustoffe aus der Natur

Neben der Versorgung mit Lebensmitteln können die Felder auch einen wesentlichen Teil zur Produktion von Baustoffen beitragen. So können hochwertige Dämmstoffe wie Flachs, Hanf und Stroh gewonnen werden.

Bei entsprechend geologischer Eignung kann der Aushub von Gebäuden und vielleicht eines Badesees außerdem als Lehmbaustoff für den Bau von Häusern eingesetzt werden.

Eine an das Dorf angrenzende Waldfläche soll als Erholungs- und Freizeitraum sowie als Nutz- und Brennholzlieferant dienen. Der Wald soll einen wesentlichen Teil zur Selbstversorgung des Dorfes beitragen.

Holz ist einer der baubiologisch hochwertigsten Baustoffe und findet für statisch tragende Teile, Verkleidungen, Möbel und als Dämmstoff Verwendung.


Mobilität im Einklang mit der Natur

Radlfahren

Mobilität

Individuelle Mobilität ist eine herausragende Errungenschaft unserer heutigen Gesellschaft. Auch die Bürger des Wohnfühldorfes wollen diesen Komfort nicht missen.

Ziel des Verkehrskonzeptes ist primär die Reduktion des Pendelverkehrs durch die gezielte Verbindung von Arbeiten, Wohnen und Freizeit an einem Ort. Alle dennoch notwendigen Wege sollten durch eine gute öffentliche Verkehrsanbindung (ÖPNV) ermöglicht werden.

Der Besucherverkehr kann auch eine Belastung darstellen. Diese kann durch günstige Pauschalangebote des ÖPNV und gleichzeitig hohe Parkplatzgebühren reduziert werden


Öffentlicher Nahverkehr

S-Bahn

Mobilität

Die Fahrzeit vom Wohnfühldorf bis München Hauptbahnhof soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln 45 Minuten nicht überschreiten.

Diese Forderung gründet auf der Tatsache, dass der Austausch mit der Stadt München in mehrerlei Hinsicht stattfinden soll.

Zum einen werden vor allem in der Anfangsphase noch einige Dorfbewohner in der Stadt ihrem alten Beruf nachgehen, zum anderen birgt die Stadt ein großes Potential für interessierte Besucher.

Zudem soll das Dorf als Urlaubsort von ganz Deutschland aus öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein.


Individualverkehr

Rapsfeld

Individualverkehr

Der individuelle Autoverkehr wird durch ein Carsharingmodell abgedeckt. Dieser Carsharingpool wird nach Bedarf aus größeren Rapsölautos, Elektroautos und Rollern bestehen.

Durch den Einsatz von Rapsöl bzw. Strom für die Autos im Carsharingpool kann auch im mobilen Bereich die vollständige Energieversorgung durch regenerative Energieträger sichergestellt werden.

Bei entsprechender Marktentwicklung würden wir unser Dorf auch gerne einem Wasserstoff-Versuchsprojekt mit Brennstoffzellen im stationären und mobilen Einsatz anschließen.


Entsorgung

Schilfgras

Entsorgung

Die Abfälle in der bestehenden Wegwerfgesellschaft bereiten den Gemeinden und Städten in Hinsicht auf Transport, Entsorgung und Bodenbelastung zunehmend Probleme. Die Kosten für die Entsorgung und Spätfolgen durch Umweltschäden sind immens.
Aus diesen Gründen wollen wir in unserem Ökodorf generell anorganische Abfälle minimieren und stattdessen den Einsatz organischer Stoffe erhöhen, die dann einer biologischen Wiederverwertung zugeführt werden können.
Auf Basis dieser grundsätzlichen Überlegung werden folgende Maßnahmen ergriffen:
– Verwendung von natürlichen Baumaterialien vom Grundstück wie Holz, organische Dämmstoffe, Lehm, Sand, Kies
– Rinden-Komposttoiletten für Fäkalien und Küchenabfälle Pflanzenkläranlagen für Grauwasser
– Kompostierung von Garten- und Forstabfällen (auch Papier)
– Abfalltrennung für Glas, Metall, Kunststoff

Dieses Abfallkonzept vermeidet den Einsatz von kostbarem Trinkwasser für WC’s, macht dabei die Installation einer Kanalisation unnötig und verringert die Belastung bestehender Kläranlagen.
Statt dessen wird aus dem biologischen Abfall hochwertiger Kompost gewonnen.


Energiekonzept

Solardach

Energiekonzept

Die Begriffe Umweltschonung, nachhaltige Energiewirtschaft, Arbeitsbeschaffung und Weltfrieden sind heute aktueller denn je! Ein Großteil der noch vorhandenen Erdölvorräte liegt in wenigen, politisch sehr brisanten Ländern. Der Treibhauseffekt gilt als die größte globale Umweltgefahr, von der die Menschheit bedroht wird. Die Ursache liegt in der massiven Verbrennung fossiler Treibstoffvorräte innerhalb eines erdgeschichtlich sehr kurzen Zeitraums. Deshalb soll die Energieversorgung des Wohnfühldorfes mit Wärme und Strom durch 100% regenerative Energieträger erfolgen.

Dieses hochgesteckte Ziel basiert auf folgendem Konzept.

  • Holz für Heizung und Warmwasser
  • Solarthermie für Warmwasser und Heizungsunterstützung
  • Photovoltaik für Elektrizität
  • Rapsöl Blockheizkraftwerk (BHKW) für Strom- und Wärmeerzeugung
  • Spitzenlastaggregat mit Rapsöl zur Abdeckung von elektrischen Lastspitzen
  • Speicherung von elektrischen Überkapazitäten in Wasserstoff als Pilotprojekt

Alle hier vorkommenden Energieträger werden auf dem eigenen Land produziert oder sind kosmische Energiequellen wie z.B. Sonnenenergie. Holz und Pflanzenöle stellen speicherbare CO2-neutrale Brennstoffe dar. Das Dorf benötigt auf Basis dieser Inselnetzversorgung keine externe Energieversorgung aus dem öffentlichen Netz.

Kreisläufe

Kreislaufwirtschaft


Ökologische Raumordnung

Raumordnungsplan

Ökologische Raumordnung

Das Wohnfühldorf bietet bei der Genehmigung von Bebauungsflächen einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Wohnsiedlungen:
Die auf durchgrüntem Wohnen und der Reduktion von versiegelten Flächen basierende Siedlungsstruktur schafft gleichzeitig die nach Bauordnung erforderlichen ökologischen Ausgleichsflächen.

Das hier geplante Ökodorf erfüllt alle Aspekte der „Umweltbewussten Gemeinde“ wie sie im Leitfaden für eine nachhaltige Kommunalentwicklung des Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen dargestellt sind. Gleichzeitig werden wichtige Aspekte der Agenda 21 eingehalten. Wünschenswert wäre deshalb die gemeinsame Entwicklung eines ökologischen Bebauungsplanes mit der Gemeinde und den Projekt-beteiligten.

Das ökologische Konzept des Wohnfühldorfes kann so weit ausgedehnt werden, dass z.B. Teile des Grundstücks in Form von ökologisch hochwertigen Biotopen als Sammel-Ausgleichsmaßnahme anderer Bauvorhaben genutzt werden können.

Das Gesamtkonzept des Dorfes sieht eine weitgehende Unabhängigkeit in Ver- und Entsorgung vor. Dadurch können die Erschließungskosten für das Grundstück massiv gesenkt werden. So sind durch den Einsatz von Komposttoiletten und Pflanzenkläranlagen keine zusätzlichen Investitionen für eine Kanalisation erforderlich. Gleiches gilt für die Strom- und Wärmeversorgung.


Investition in die Zukunft

Hausbau

Investition

Für den Grundstückskauf, Sanierungen und Neubau sowie die Kultivierung der Freiflächen ist ein hohes anfängliches Investitionsvolumen zu erwarten. An dieser Stelle soll ein mögliches Finanzierungsmodell aufgezeigt werden das auf 4 Säulen basiert:

  • 20% Eigenmittel
  • 20% Fördermittel für Ökologisches Gesamtkonzept und Energie/Abfallkonzept
  • 40% Externe Investitionen in baubiologische, gemeinschaftlich genutzte Immobilien und auch Gewerbeimmobilien (Läden, Büros, …) durch Investmentgesellschaften oder Beteiligungsgesellschaften
  • 20% teils zinsgünstige ökologische Kredite

Einnahmequellen

Dorfladen

Einnahmequellen

Den laufenden Ausgaben von Zinsen, Tilgung, Betriebkosten und Lebenshaltungskosten stehen folgende Einnahmequellen gegenüber:

Gäste

Das Gästehaus wird so konzipiert, dass ein kostendeckender Betrieb durch Seminargäste, langfristige Vermietungen, Bewohner auf Probe und Urlauber möglich wird.Seminare
Das umfangreiche Wissen von Dorfbewohnern im Bereich Gesundheitswesen und Ökologie wird durch ein großes Seminarangebot nach außen transferiert.
Die Seminarräume tragen sich von selbst, nicht zuletzt durch gute Auslastung aufgrund einer schnellen Verkehrsanbindung zur Stadt München.

Lebensmittelverkauf

Ernteland, Gärtnerei und Bioladen werden aufgrund des minimierten Arbeitseinsatzes für Pflege und Ernte der Permakulturprodukte ebenfalls kostendeckend arbeiten können.

Gewerbe, Handel, Dienstleistungen

Das Wohnfühldorf bietet nicht zuletzt günstige Voraussetzungen für die Ansiedlung von Gewerbe, Handel und Dienstleistung, die ökologisch oder gesundheitlich orientiert sind . Die Arbeitskräfte dieser Betriebe sollten nach Möglichkeit auch im Dorf wohnen. Beispiele dafür sind Praxen für Naturheilkunde, Planungsbüros für Energietechnik, Baubiologie und Architektur, Holzwerkstätten, baubiologische Baumärkte, etc.

Kindergarten für Kinder aus dem Dorf und der Umgebung

Kinderferienhaus Betreuter Urlaub für Kinder während der Ferien

Cafe – Restaurant Vollwertrestaurant mit Produkten aus eigenem Anbau


Lebensmittel zum Leben

Obstkorb

Gesundheit

Die Bewohner des Wohnfühldorfes wollen sich so weit als möglich mit eigenen Lebensmitteln aus ökologischer Landwirtschaft versorgen.

Dies hat neben der Frische der Lebensmittel auch den ökologischen Vorteil, dass Transportwege vermieden werden.


Gesund alt werden

Meditation

Gesund alt werden

Durch ein hohes Gesundheitsbewusstsein wird das Auftreten von Krankheiten minimiert. Im Krankheitsfall werden vorwiegend alternative Heilmethoden eingesetzt. In diesem Bereich soll ein wesentliches Augenmerk auch auf die Gesunderhaltung des Körpers und des Geistes im Alter gelegt werden. Es wird angestrebt dass auch ältere Mitbürger sich so lange wie möglich selbständig versorgen können. Pflegebedürftige werden von Mitgliedern der Gemeinschaft unterstützt.


Sport und Bewegung

Verschiedene Aktivitäten an der frischen Luft und Sportangebote tragen zum körperlichen und geistigen Ausgleich bei. Ein stressarmes, selbstbestimmtes und erfülltes Leben fördert das Wohlbefinden und die Gesundheit bis ins hohe Alter.


Gesundheitsfördernde Umwelt

Gemüsegarten

Gesundheitsfördernde Umwelt

Eine emissionsfreie, verkehrs-beruhigte, stress- und lärmarme Umgebung fördert die Gesundheit zusätzlich.
Die Errichtung baubiologischer Häuser schafft die notwendigen Voraussetzungen für ein gift- und elektrosmogfreies Wohnumfeld mit einem behaglichen Raumklima zu allen Jahreszeiten.

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